Einsatz von Bodycams in unseren MittelrheinBahn-Fahrzeugen

Bodycam

Reaktivierung des Bodycam-Einsatzes bei der MittelrheinBahn

Um die Sicherheit unserer Kundenbetreuerinnen und Kundenbetreuer und Fahrgäste in unseren Zügen zu erhöhen, führten wir seit Mitte Juni 2019 ein Pilotprojekt mit Bodycams durch, welche von unseren Kundenbetreuerinnen und Kundenbetreuern freiwillig im Dienst getragen wurden. Im Rahmen des Projekts trugen diese fast täglich in unseren Zügen ab 19 Uhr zusätzlich gelbe Warnwesten, die mit einer kleinen Videokamera (Bodycam) ausgestattet waren.

Das Projekt wurde ins Leben gerufen, da eine Auswertung der täglichen Berichte der Kundenbetreuerinnen und Kundenbetreuern ergab, dass die Anzahl kritischer Vorfälle deutlich zugenommen hatte. Der Einsatz der Kameras sollte die Mitarbeitenden bei Auseinandersetzungen im Dienst vor Übergriffen schützen, deeskalierend wirken und auch gegen Sachbeschädigungen und Vandalismus vorbeugen. Weiterhin konnten entsprechende Aufnahmen unter bestimmten Auflagen im Nachgang zur Rekonstruktion und Aufklärung von Straftaten ausgewertet werden. Tatsächlich gefilmt wurde jedoch nur, wenn dies im Falle einer Konfliktsituation notwendig war. Und auch erst dann, wenn alle Beteiligten vor Beginn über die Aufzeichnung informiert wurden.

Wir sind das erste deutsche Verkehrsunternehmen, dass Bodycams durch eigene Kundenbetreuerinnen und Kundenbetreuern genutzt hatte, in allen anderen Anwendungsfällen erfolgte der Einsatz bisher durch Sicherheitsdienste und Polizeikräfte. Da unsere Fahrgäste schon vor dem Start über das Projekt mit Plakaten informiert wurden, reagierte ein Großteil der Kunden verständnisvoll auf die Bodycams. Zentral für den Erfolg des Projektes ist jedoch, dass sich die Kolleginnen und Kollegen auf den Zügen sicherer fühlen.

Der Datenschutz hatte sowohl vor dem Start als auch während des Projekts höchste Priorität. Ständig eingebunden sind daher neben unserem Betriebsrat, dem Datenschutzbeauftragten von Transdev auch die Datenschutzbeauftragte des Landes Rheinland-Pfalz, welche uns erfreulicher Weise seit einem Gespräch im Februar 2021 die Wiederaufnahme des Pilotprojektes gestattet hat. Die im Falle einer Aufnahme aufgezeichneten Daten werden zudem nur ausgelesen und dauerhaft gespeichert, wenn die Bundespolizei das Filmmaterial für strafrechtliche Ermittlungen als relevant einstuft. Dies bedeutet, dass die betroffenen Kundenbetreuerinnen und Kundenbetreuern oder bei Sachbeschädigungen das Unternehmen zwingend vor einer Auswertung eine Anzeige erstatten und ggf. einen Strafantrag stellen muss.

Bis zum Start des Projektes war es ein langer Weg. Auch die Landesdatenschutzbehörde Rheinland-Pfalz musste zuvor ihre Zustimmung erteilten und die Landesdatenschutzbehörde Nordrhein-Westfalen ebenfalls.

Bedingt durch die Corona-Pandemie und der notwendigen Abstandshaltung unseres Prüfpersonals zu unseren Fahrgästen wurde das Projekt Bodycam leider unterbrochen. Nun werden wir es wieder aufleben lassen. Starten werden wir mit einem Mitarbeiter ab dem 20.08.2021 und werden die Mitarbeiteranzahl nach einer zuvor durchgeführten Auffrischung im Rahmen einer Schulung über den Umgang und die geltenden Regeln und Gesetze nach und nach erhöhen.

Weitere Informationen gibt es hier

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