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14.12.2008: MittelrheinBahn geht mit brandneuen Zügen an den Start
trans regio nimmt nach europaweiter Ausschreibung zwischen Köln, Koblenz und Mainz den Betrieb auf.
Köln/Koblenz/Mainz, 14.12.2008. Pünktlich zum Fahrplanwechsel geht auf der linksrheinischen Eisenbahnstrecke heute ein neuer Betreiber an den Start. Seit dem 14. Dezember fahren die Züge der Firma trans regio Deutsche Regionalbahn GmbH unter der Bezeichnung „MittelrheinBahn“. Moderne und komfortable Fahrzeuge sind nun zwischen Köln, Koblenz und Mainz unterwegs.
Die Projektpartner läuteten die Betriebsaufnahme mit zwei Sonderzügen von Köln bzw. Mainz nach Koblenz und rund 300 Ehrengästen an Bord ein. Dr. Carsten Kühl, Staatssekretär im Mainzer Verkehrsministerium, nutzte die Gelegenheit, das neue Angebot zu testen: „Ich gehe davon aus, dass dieser Betrieb mit den Desiro Mainline Fahrzeugen dank der guten Vorbereitungen auch reibungslos funktionieren wird“.
Im Rahmen der von Beatrix Reiss (swr – Reiss&Leute) moderierten Talkrunde machten die Vertreter der drei öffentlichen Aufgabenträger deutlich, dass der Wettbewerb ein unverzichtbarer Innovationsmotor im Nahverkehr darstellt.
Ausschreibung fördert unternehmerische Verantwortung
Der Betreiberwechsel ist das Ergebnis einer europaweiten Ausschreibung der Regionalbahnen auf den Strecke von Koblenz nach Köln und Mainz im Jahr 2005 durch die drei zuständigen Aufgabenträger: Die Zweckverbände Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Süd und Nord (ZSPNV Süd und SPNV-Nord) sowie der Verkehrsverbund Rhein-Sieg beziehungsweise (seit Anfang 2008) der Zweckverband Nahverkehr Rheinland, NVR.
Das Angebot der MittelrheinBahn
Die Regionalbahnen der MittelrheinBahn fahren zwischen Köln, Koblenz und Mainz täglich, auch am Wochenende, im Stundentakt. Zwischen Bingen und Mainz wird dieses Angebot montags bis freitags in den Hauptverkehrszeiten zu einem Halbstundentakt verdichtet. Auch auf dem Gebiet des VRS bleibt der Halbstundentakt erhalten – hier fahren die Fahrzeuge der MittelrheinBahn im halbstündigen Wechsel mit denen der DB Regio.
Basis ist ein zwischen trans regio und den Aufgabenträgern geschlossener Netto-Verkehrsvertrag über eine Laufzeit von 15 Jahren und einem Auftragsvolumen von 2,9 Millionen Zug-Kilometer pro Jahr. Das heißt, die wirtschaftliche Verantwortung für die Verkehrsangebote liegt bei trans regio. Kann das Unternehmen durch gute Qualität Neukunden gewinnen, so verbleibt ihm der daraus resultierende Gewinn komplett.
Keine Änderung bei den Tarifen
In Sachen Tarif bleibt für die Nahverkehrskunden alles beim Alten – auch nach dem Betreiberwechsel sind die Tarife des jeweils zuständigen Verkehrsverbundes inklusive bestehender Übergangsregelungen weiterhin gültig:
- Zwischen Köln und Bonn-Mehlem gelten die Tarife des Verkehrsverbundes Rhein-Sieg (VRS).
- Zwischen Rolandseck und Oberwesel gelten die Tarife des Verkehrsverbundes Rhein-Mosel (VRM).
- Zwischen Bacharach und Mainz gelten die Tarife des Rhein-Nahe-Nahverkehrsverbundes (RNN).
Für den Vertrieb wurden von trans regio auf den Bahnhöfen entlang der Strecke insgesamt 58 neue, einfach zu bedienende Fahrkartenautomaten installiert. Durch eine Tarif- und Vertriebskooperation werden im verbundübergreifenden Verkehr die Tarife der Deutschen Bahn AG angewendet, außerdem ermöglicht sie den Kauf der Fahrkarten an jedem Fahrkartenautomat oder Schalter der Deutschen Bahn AG.
Premiere des Siemens Desiro Mainline (ML)
trans regio wird auf der MittelrheinBahn fabrikneue dreiteilige Elektro-Triebwagen des Typs Desiro ML des Fahrzeugherstellers Siemens einsetzen. „Wir wollen unsere Fahrgäste mit hochmodernen Zügen in einem attraktiven Design rundum überzeugen“, erklärt Christian Klein, Geschäftsführer von trans regio. Jeder der insgesamt 17 Züge verfügt über 252 Sitzplätze und 240 Stehplätze. Die mattsilber-farbenen Fahrzeuge sind mit einer vollautomatischen Klimaanlage und einem modernen Fahrgastinformationssystem ausgestattet. Sie verfügen über eine behindertenfreundliche Toilette und nahe den Einstiegsbereichen ausreichend Platz für Rollstühle. Fahrradtouristen stehen pro Triebzug zwölf Stellplätze zur Verfügung. Abgerundet wird das Serviceangebot des Zuges durch einen großen Wickeltisch sowie in der ersten Klasse große Tische und Steckdosen für Laptops.
Zum Schutz des Klimas im Rheintal
Die neuen Fahrzeuge der MittelrheinBahn sind energieeffizient und speisen die Bremsenergie wieder ins Netz der Bahn zurück. Dazu sind sie sowohl innen wie außen ausgesprochen leise. „Die Züge bieten damit neue Standards im umweltverträglichen und klimafreundlichen Schienenverkehr“, macht Klein deutlich und ergänzt: „Wir setzen damit auch am Mittelrhein ein Zeichen pro Schiene. Wir wollen dazu beitragen, dass die Bahn ihre Spitzenposition als umweltverträgliches Verkehrsmittel behält und die Züge auch im Personenverkehr leiser werden“.
Zur Sicherheit der Fahrgäste befinden sich nach 21 Uhr bis zum Betriebsschluss in allen Zügen Zugbegleiter. Darüber hinaus sind alle Fahrzeuge mit einer Videoüberwachung ausgerüstet.
Nähere Informationen und Fotomaterial zur MittelrheinBahn erhalten Sie unter www.mittelrheinbahn.de sowie bei den Pressestellen der Zweckverbände und trans regio.


