Mittelrheinbahn

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Presseservice

13.10.2007: trans regio übenimmt Mittelrheinbahn

Seit letzten Freitag ist es amtlich: Ab Dezember 2008 wird trans regio große Teile der Nahverkehrsleistungen im SPNV auf den linksrheinisch gelegenen Schienenstrecken zwischen Köln, Koblenz und Mainz erbringen. Dies teilten die beiden für den Schienenpersonennahverkehr zuständigen Zweckverbände Rheinland-Pfalz Nord und Süd mit, die diese SPNV-Leistungen gemeinsam dem Zweckverband Verkehrsverbund Rhein-Sieg ausgeschrieben hatten. Die trans regio hatte im Rahmen der europaweiten Ausschreibung das wirtschaftlichste Angebot abgegeben. Daher hatten die drei beteiligten Zweckverbände bereits Anfang Mai 2006 beschlossen, der trans regio den Zuschlag zu erteilen. Die Vergabe war bis zuletzt umstritten, da einer der unterlegenen Bieter die Entscheidung der Aufgabenträger vor der Vergabekammer in Köln und dem Oberlandesgericht in Düsseldorf bestritten hatte. Aus formalen Gründen führte dies zuletzt dazu, dass die Aufgabenträger die Wertung der Angebote wiederholen und ihre Entscheidung den Bietern neu mitteilen mussten. Nachdem eine erneute Einspruchsfrist am 13.10.06 abgelaufen war, konnte der Zuschlag zugunsten trans regio nunmehr endgültig und rechtsverbindlich übermittelt werden.

Das Ausschreibungsergebnis führt dazu, dass ab dem internationalen Fahrplanwechsel im Dezember 2008 die RegionalBahn-Leistungen zwischen

Köln, Koblenz und Mainz nicht mehr von dem bisherigen Betreiber, der DB Regio AG, erbracht werden, sondern dass neue Nahverkehrstriebwagen der Firma trans regio zum Einsatz kommen. Die RegionalBahnen der Mittelrheinbahn verkehren zwischen Köln, Koblenz und Mainz an allen sieben Tagen der Woche im Stundentakt und auf

dem Abschnitt zwischen Bingen und Mainz montags bis freitags im Halbstundentakt. Insgesamt werden von den Zügen der Mittelrheinbahn rund 2,9 Mio. Zug-Kilometer pro Jahr erbracht, davon 3/4 in Rheinland-Pfalz. Die trans regio Deutsche Regionalbahn GmbH wird auf der Mittelrheinbahn fabrikneue dreiteilige Elektro-Triebwagen des Typs DESIRO ML des Fahrzeugherstellers Siemens einsetzen, die über 252 Sitzplätze sowie 240 Stehplätze verfügen. Die Fahrzeuge sind mit Klimaanlage und einer behindertenfreundlichen Toilette ausgestattet. In den Mehrzweckabteilen der Züge finden bis zu drei Rollstühle oder zwölf Fahrräder Platz.

Die Aufgabenträger versprechen sich von dem Betreiberwechsel einen deutlichen Qualitätsschub für den SPNV im Rheintal. Ein detailliertes System zur Qualitätssicherung zwingt dem künftigen Betreiber zu einer kundenorientierten Leistungsgestaltung. Die Aufgabenträger werden die Einhaltung der Verträge genau überwachen. Neue Wege gehen die Partner u. a. auch beim Einsatz von Zugbegleitern. Die trans regio-Züge werden nach 21:00 Uhr bis zum Betriebsschluss zu 100% mit Zugbegleitern ausgestattet werden. In Verbindung mit der in den Fahrzeugen angebrachten Videoüberwachung ist dies ein wesentlicher Beitrag zur objektiven und subjektiven Sicherheit in den Zügen. Erstmalig kommen auch automatische Fahrgastzählsysteme zum Einsatz, die dem Verkehrsunternehmen und den Aufgabenträgern erlauben, die Fahrgastentwicklung kontinuierlich und genau zu überwachen. So wird es einfacher werden, auf kurzfristige Entwicklungen in der Fahrgastnachfrage einzugehen und die künftigen Angebote danach auszurichten.

Die Firma trans regio ist aus dem früheren Eisenbahnverkehrsunternehmen Moselbahn aus Trier entstanden.

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