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12.01.2007: Verkehrsvertrag unterzeichnet
Zweckverbände fördern Wettbewerb auf der Schiene
Koblenz, Köln, Kaiserslautern. Schritt für Schritt hin zu mehr Wettbewerb auf der Schiene: Im Jahr 2005 haben die Zweckverbände Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Nord (SPNV-Nord), Rheinland-Pfalz Süd (ZSPNV Süd) und Verkehrsverbund Rhein-Sieg (ZV VRS) die Regional-Bahn-Linien RB 26 Köln Messe/Deutz – Koblenz Hbf und RB 32 Koblenz Hbf – Mainz Hbf europaweit ausgeschrieben. Den Zuschlag erhielt trans regio Deutsche Regionalbahn GmbH (trans regio).
Am 12. Januar 2007 unterzeichneten SPNV-Nord, ZSPNV Süd, ZV VRS und trans regio im Beisein des Ministers für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Rheinland-Pfalz, Herrn Hendrik Hering, den Verkehrsvertrag in Koblenz.
Der Vertrag hat eine Laufzeit von 15 Jahren. Der Betrieb wird zum Fahrplanwechsel im Dezember 2008 aufgenommen. Die Vertragsleistung umfasst rund drei Millionen Zugkilometer im Jahr.
Die beiden Linien werden zurzeit noch von der Deutschen Bahn AG betrieben. Sie sind für die drei Zweckverbände als Aufgabenträger für den Schienenpersonennahverkehr (SPNV) von großer Bedeutung, denn sie führen in die Kernzentren der Regionen und werden daher von vielen Fahrgästen genutzt.
Da es sich hierbei um einen so genannten Nettovertrag handelt, liegt die Einnahmen- und Kostenverantwortung in den Händen des künftigen Betreibers. Auf diese Weise fördern die Zweckverbände das unternehmerische Handeln. Um den aktuellen Entwicklungen Rechnung zu tragen, haben die Zweckverbände im Rahmen des Verkehrsvertrages außerdem die Möglichkeit, Betriebsleistungsbestellungen zu ändern.
Die trans regio, die bereits seit einigen Jahren regionale SPNV-Linien in Rheinland-Pfalz betreibt, hat knapp zwei Jahre Zeit, um sich auf die neue Aufgabe vorzubereiten: Für die Bahnkunden werden sich deutliche Verbesserungen in der Angebots- und Servicequalität ergeben. Unter anderem ist der Einsatz von neuen, leistungsstarken und komfortablen Triebwagen vorgesehen. Die funktionalen und geräumigen Abteile verfügen über eine behindertengerechte Ausstattung. Besonderen Wert legten die Zweckverbände im Rahmen der Ausschreibung auch auf die Sicherheit der Fahrgäste: Die Fahrzeuge sind mit Videoüberwachung ausgestattet und in den Abend- und Nachtstunden grundsätzlich mit Zugbegleitern besetzt.
Vom 1. September bis zum 21. Dezember 2005 hatten Eisenbahnverkehrsunternehmen aus ganz Europa die Möglichkeit, ein Angebot abzugeben. Im April und Mai 2006 fiel dann die Entscheidung: Unter den Mitbewerbern setzte sich trans regio durch. Das Unternehmen reichte das wirtschaftlichste Angebot ein. Mehrheitsgesellschafter der trans regio ist die EuRailCo GmbH, ein Tochterunternehmen der französischen Verkehrsunternehmen TRANSDEV und RATP Développement.


